Axel’s Morning Coffee erscheint jeden zweiten Samstag mit frischen Gedanken aus der Strategie- und Positionierungspraxis. Gibt es auch als Podcast. |
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Der Wettbewerb nervt. Manchmal sogar gewaltig. Das höre ich auch immer wieder von meinen Kunden. |
„Ich habe keine Lust, mich mit Wettbewerbern zu beschäftigen. Es fühlt sich nach Zeitverschwendung an. Ich investiere meine Zeit lieber in wertvollere Aufgaben.“ |
Aber irgendwie müssen wir mit ihm umgehen. Denn genau dort liegen auch Chancen. Denn: |
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Anders als im Monopol profitiert bei konkurrierenden Anbietern immer der Kunde. Nobelpreisträger Milton Friedman hat Wettbewerb als gesellschaftliches Ordnungsprinzip beschrieben. Er begrenzt Macht, schützt individuelle Freiheit, verbessert die Allokation von Gütern und fördert Wohlstand. Makroökonomisch ist Wettbewerb ein Segen.
Auf betrieblicher Ebene fühlt sich das oft anders an. Der stetige Preiskampf, das Ringen um Vertrauen, die permanente Vergleichbarkeit: All das kostet Kraft. Jeder Marketing- und Vertriebsentscheider sucht deshalb Wege, diesem Druck zu entkommen – und verpasst gleichzeitig die Chance, vom Gegner zu profitieren. |
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Sechs gute Gründe, den Wettbewerb als Quelle von Vorteilen zu nutzen: |
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Wettbewerb bestätigt deinen Markt.
Das Problem ist relevant, Kunden investieren, Budgets entstehen. Besonders bei disruptiven Innovationen ist das ein wichtiges Signal. - Wettbewerber sensibilisieren deine Kunden für Probleme.
Sie investieren in Aufklärung, erklären Zusammenhänge, schaffen Dringlichkeit – und du kannst durch Lösungen die Früchte mit ernten. -
Wettbewerber zeigen Resonanzmuster.
Du erkennst, welche Use Cases, Versprechen und Argumente im Entscheidungsprozess der Kunden Wirkung entfalten. Das hilft dir, relevantere Botschaften zu entwickeln. - Wettbewerb schärft deinen Kundennutzen.
Du bist gezwungen, herauszuarbeiten, worin dein Mehrwert liegt: Technologievorsprung, Integrationsfähigkeit, Branchenwissen, Servicequalität, Sicherheit, Skalierbarkeit, Time-to-Value und vieles mehr. - Wettbewerber machen Fehler.
Daraus lernst du kostenfrei: für Einwandbehandlung, Gesprächsleitfäden, Battlecards, Discovery-Fragen und die Qualifikation deines Vertriebsteams. -
Marktreaktionen auf Wettbewerber liefern echte Signale.
Du siehst, welche Botschaften funktionieren, welche Kanäle relevant sind und welche Angebote Kunden akzeptieren. Das reduziert eigene Experimente und beschleunigt deinen Go-to-Market.
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Wettbewerb macht deine Positionierung besser, und der Kunde profitiert. |
Er zwingt dein Team und dich, genauer hinzusehen, besser zuzuhören und Kundenbedürfnisse tiefer zu verstehen. Er ist der Schleifstein für deine Positionierung. |
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Aber wie gewinnt man einen Wettbewerb? |
Fragen wir einen Könner. In einem meiner Kunstprojekte habe ich das Privileg, mit Naoe Sasaki, einem aufstrebenden Konzertpianisten aus München, zusammenzuarbeiten. Er hat mehrere „Jugend-musiziert“-Preise gewonnen und Anfang Mai in England gleich drei erste Plätze bei einem internationalen Musikwettbewerb errungen.
Einen solchen Wettbewerb zu bestreiten, gehört mental und emotional zum Anspruchsvollsten, was man sich vorstellen kann. Über Monate werden Leistungsqualität, Ausdruck und Einzigartigkeit entwickelt. Dann muss alles in einem einzigen, olympischen Moment gelingen. Ich habe allerallergrößten Respekt davor. |
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Konzertpianist Naoe Sasaki gewann am 5. Mai 2026 drei erste Preise in Royal Tunbridge Wells: für sein Klavierspiel, für das Gesamtfestival und als Publikumsliebling. |
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Mehrere hundert Kandidaten aus der ganzen Welt bewerben sich und werden per Online-Audition ausgesiebt. Vierzig Bewerber reisen auf eigene Kosten zum Festival südlich von London. In drei Ausscheidungsrunden an drei aufeinanderfolgenden Tagen wird der Gewinner ermittelt. Ich habe ihn gefragt: „Was sind deine drei Tipps, um unter Hochdruck einen Wettbewerb zu gewinnen?“ Seine Antwort: |
„Gute Vorbereitung. Das Repertoire muss in seiner speziellen Interpretation absolut sicher sitzen. Und man muss sich intensiv mit dem Wettbewerb beschäftigen: Wer waren die vergangenen Preisträger? Mit welchem Programm hatten sie Erfolg? Wer sitzt aktuell in der Jury? Was weiß ich über deren Präferenzen?
Dann in der Performance musst du genau wissen, was wirklich beeinflussbar ist. Alles andere musst du total ausblenden und dich von falschen Gedanken freihalten. Und am wichtigsten ist es, Spaß an der eigenen Spielweise zu haben. Nur mit dieser besonderen Spielfreude an der eigenen Interpretation gewinnt man eine Jury und das Publikum für sich.“ |
Wow. Den Ratschlag des jungen Meisters übersetze ich in drei Business-Lektionen: |
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1. Deine Qualität muss sichtbar sein |
Technische Features sind Voraussetzung. Deine besonderen Qualitäten darüber hinaus müssen durch Kommunikation klar erkennbar sein. Kunden kaufen keine Features, sie kaufen Nutzen. |
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2. Kenne deine Entscheider |
Strategie bedeutet, bewusst zu wählen: gegen welche Konkurrenz du antreten willst, in welchem Markt, in welchem Segment, bei welchen Zielkunden – und mit welchem Programm. Wer Kundenpräferenzen besser kennt, spielt die relevanteren Stücke und betont die wichtigeren Aspekte. Im Wettbewerb gewinnt der Anbieter, der Entscheider begeistert. |
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3. Entwickle Souveränität in deiner Einzigartigkeit |
Wer die Konkurrenz kopiert, macht sich durch das Übernehmen fremder Sprache, fremder Feature-Logik und am Ende fremder Identität austauschbar. Nutze die Konkurrenzanalyse, um herauszufinden, wo der Markt steht und wo du deine eigene Souveränität ausbreiten kannst. |
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Mache deine führende Qualität als einzigartigen Kundennutzen souverän erlebbar. Dann konkurrierst du mit Haltung. Mit Klarheit. Mit Spielfreude. Und genau dann wird es erstklassig.
Herzliche Grüße Axel |
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So können wir zusammenarbeiten: |
Kurze Besprechung, welche Grundlagen du brauchst, damit du deine Programme für mehr Leads, Aufträge und Sichtbarkeit erfolgreicher durchführen kannst. |
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